Ortsverband Potsdam

Atemwegserkrankungen

Donnerstag, 07 Mai 2020 08:06

CORONA Pandemie - Diese Lockerungen hat Brandenburg beschlossen Empfehlung

geschrieben von
Artikel bewerten
(1 Stimme)

Logo Brandenburg

Was in Brandenburg jetzt erlaubt ist - und was verboten

01.09.20 | 17:15 Uhr

Die Landesregierung hat die Corona-Regelungen in Brandenburg inzwischen mehrfach gelockert. Dennoch gibt es weiterhin Einschränkungen. Hier finden Sie den aktuellen Stand der Ge- und Verbote.

(Artikel übernommen von RBB24 CORONA-BLOG)

Zu den Beschränkungen in Berlin klicken Sie bitte hier.

Die Corona-Regelungen in Brandenburg sind seit März mehrfach abgewandelt und gelockert worden. Am 1. September beschloss das Kabinett eine neue Umgangsverordnung [landesrecht.brandenburg.de], die die bisher gültige am 5. September ablöst und zunächst bis zum 11. Oktober gelten soll.

Alle Lockerungen sowie weiteren aktuellen Einschränkungen finden Sie hier im Überblick:

Maßnahmen gegen Coronavirus-Verbreitung Brandenburg führt Obergrenze für private Feiern ein    

Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht

Erlaubt: Nach der Umgangsverordnung sind fast alle sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten wieder erlaubt. Die zwischenzeitlich geltende Kontaktbeschränkung von maximal zehn Personen oder Mitgliedern zweier Haushalte ist gänzlich entfallen. Es gibt allerdings Begrenzungen für öffentliche und private Veranstaltungen, die nicht als Großveranstaltungen zählen. Alle öffentlichen Orte, wie Parks oder Spielplätze dürfen auch ohne "triftigen Grund" betreten werden.

Eine Maskenpflicht gilt in Geschäften, bei Gewerbeanbietern mit Kundenkontakt, für Besucher in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, im ÖPNV, in Taxen und Reisebusreisen, bein Stadtrundfahrten, Schiffsausflügen und vergleichbaren touristischen Angeboten im geschlossenen Innenbereich eines Fahrzeugs. Außerdem müssen Mund- und Nase bedeckt werden in Gebäuden, die für den Publikumsverkehr zugänglich sind, wie zum Beispiel Flughäfen. Auch in Schulgebäuden gilt außer während des Unterrichts Maskenpflicht. Ausgenommen von der sogenannten Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren - und Menschen mit ärztlichem Attest.

Ab 5. September werden Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht in Höhe von mindestens 50 Euro (und bis zu 250 Euro) verhängt.

Nicht erlaubt: Zu allen Menschen ist weiterhin ein Abstand von 1,5 Metern zu wahren.

Private Feiern

Erlaubt: Für private Feiern in der Wohnung oder im Garten gilt eine Obergrenze von 75 Teilnehmern. Bei Verstößen droht Veranstaltern ein Bußgeld bis 1.000 Euro. Bisher durften private Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Menschen stattfinden bei Abstands- und Hygieneregeln.

Nicht erlaubt:
Großveranstaltungen sind in Brandenburg weiterhin untersagt - vorerst bis Ende des Jahres. Auch müssen Organisatoren bei allen Feiern und Versanstaltungen sicherstellen, dass Teilnehmer einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Einzelhandel

Erlaubt: Alle Geschäfte dürfen unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche öffnen.

Nicht erlaubt: Die Maskenpflicht in Geschäften gilt in Brandenburg weiterhin. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen keine Maske tragen können. Gehörlose und schwerhörige Menschen sowie deren Begleitperson müssen ebenfalls keine Maske tragen.

Dienstleistungen

Erlaubt: Friseurbetriebe dürfen öffnen, Kundinnen und Kunden müssen allerdings Mund und Nase bedecken. Fußpflege, Kosmetik-, Nagel-, Tattoo und Sonnenstudios sowie Massagesalons dürfen wieder öffnen. Bei Fahr- oder Musikunterricht oder ähnlichen Angeboten wurde die bestehende Teilnehmerbegrenzung von fünf Personen zum 28. Mai aufgehoben. Ab 5. September sind erotische Massagen ohne Geschlechtsverkehr erlaubt.

Nicht erlaubt: Der Betrieb von Dampfsaunen, Dampfbädern und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt. Gleiches gilt für Prostitutionsstätten, Bordelle, Swingerclubs und ähnliche Angebote.

Gastronomie

Erlaubt: Gaststätten, Cafés, Kneipen und Bars dürfen ohne zeitliche Einschränkung öffnen. Die Betreiber müssen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sicherstellen und Anwesenheitslisten führen. Gäste müssen für eine mögliche Rückverfolgung von Infektionsketten ihre Kontaktdaten hinterlassen. Auch Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Gewerbe dürfen wieder öffnen.

In Restaurants in Brandenburg dürfen ab 5. September künftig bis zu sechs Gäste unterschiedlicher Haushalte zusammensitzen. Bisher können Menschen aus dem gleichen Haushalt an einem Tisch sitzen - oder Gäste verschiedener Haushalte, wenn sie den regulären Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Schulen, Universitäten und berufliche Bildung

Erlaubt: Alle Schülerinnen und Schüler können seit Beginn des Schuljahres am 10. August wieder in die Schule gehen. Zwischen den Schülerinnen und Schülern fällt dann auch der Mindestabstand weg, allerdings hat die Landesregierung angesichts drohender Schulschließungen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf Schulen und Horte am 11. August ausgeweitet.

Nun müssen auch alle Schülerinnen und Schüler sowie Erwachsenen in den Innenbereichen von Schulen, außer im Unterricht oder sonstiger pädagogischer Angebote, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das gilt auch in den Innenbereichen von Horteinrichtungen außerhalb der Betreuungs- und Bildungsangebote, die in Gruppen-, Bewegungs- und sonstigen pädagogischen Räumen stattfinden.

Hochschulen können Präsenz-Lehrveranstaltung durchführen, sofern auf der Grundlage eines geltenden Hygienekonzepts die Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln im Einzelfall sichergestellt wird [mwfk.brandenburg.de]. Räume müssen dabei regelmäßig gelüftet werden, außerdem werden Anwesenheitslisten geführt. Die Hochschulen führen den Lehrbetrieb unter den Maßgaben der Landesregierung und den Gegebenheiten vor Ort eigenverantwortlich durch.

Mit ihrer Umgangsverordnung vom 11. August hat die Landesregierung das Abstandsgebot in in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung aufgehoben. Voraussetzung dafür sind feste Lerngruppen sowie die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Nicht erlaubt: Lehrer und Erzieher müssen auch nach den Sommerferien untereinander weiter einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Kitas

Erlaubt: Seit dem 15. Juni sind die Brandenburger Kitas wieder für alle Kinder geöffnet. Das Abstandsgebot gilt in Kitas, sowie in den Bereichen der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und der Hilfen zur Erziehung nicht mehr. Allerdings sind besondere Hygiene-Regeln wie die Reinigung von Kontaktflächen einzuhalten, und die Zusammensetzung der Kindergruppen soll möglichst konstant sein.

Nicht erlaubt: Erzieher müssen untereinander sowie zum sonstigen Kita-Personal weiterhin den Mindestabstand wahren.

Verkehr und Flughäfen

Erlaubt: In den öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen eines Schutzes, der Mund und Nase bedeckt. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

Eine weitere Ausnahme vom allgemeinen Abstandsgebot hat Brandenburg für die für den Publikumsverkehr zugänglichen Bereiche von Flughäfen geschaffen, sofern diese den ordnungsgemäßen Betrieb nicht anders aufrechterhalten können.

Nicht erlaubt: In Bussen und Bahnen ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Allerdings ist es den örtlichen Verkehrsunternehmen in Brandenburg laut Aussage des Verkehrverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mittlerweile selbst überlassen, ob sie den vorderen Türbereich von Bussen absperren.

Sport

Erlaubt: Sport in und auf allen Sportanlagen ist erlaubt, solange er kontaktfrei erfolgt. Die Betreiber müssen die Einhaltung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln sowie die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts sicherstellen. Wenn beim Sport gemeinsame Geräte benutzt werden, müssen diese regelmäßig desinfiziert werden, außerdem sollen sich die Sportler regelmäßig die Hände waschen, Hallen sollen zudem gelüftet werden. Der Wettkampfbetrieb darf unter den genannten Hygienebestimmungen stattfinden.

Schwimmbäder, Spaß- und Freizeitbäder, Thermalbäder, Freibäder und sonstige Badeanlagen dürfen ebenfalls alle wieder öffnen. Hier gelten die gleichen Anforderungen wie für die Sportanlagen.

Für Sportler gilt ab 5. September altersunabhängig kein Kontaktverbot mehr in der Halle. Das war zuvor zumindest für Menschen ab 27 Jahren der Fall. So ist Indoor-Kontaktsport wieder ohne Alterseinschränkungen möglich. Ausnahmen gelten bei der Gruppengröße. Wer Fuß- oder Handball spielt oder bei Judo oder Ringen mitmacht, kann künftig wieder in der Halle trainieren - allerdings mit feststehenden Gruppen. Für Mannschaftssport wie Fußball sollen bis zu 30 Teilnehmer erlaubt sein, für individuellen Sport wie Ringen bis zu fünf.

Für den Wettkampfbetrieb in Sportarten, in denen die Einhaltung der Abstandsregelungen bei der Sportausübung unmöglich ist, gilt nun, dass bei Wettkämpfen in geschlossenen Räumen höchstens 100 Personen (Wettkampfteilnehmende und Funktionspersonal) zeitgleich anwesend sein dürfen.

Nicht erlaubt: Sport in vollgepackten Stadien und Arenen ist in Brandenburg weiterhin verboten. Die Brandenburger Landesregierung hat lediglich Wettkämpfe und Spiele mit maximal 1.000 Zuschauern unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln erlaubt. Mannschaftssport mit engem Körperkontakt darf mit Auflagen stattfinden.

Kultur

Erlaubt: Galerien, Museen, Ausstellungen und öffentliche Bibliotheken dürfen öffnen, sofern der Mindestabstand eingehalten wird. Auch Musikschulen dürfen den Betrieb aufnehmen. Autokinos und vergleichbare Angebote wie "Autokonzerte" dürfen für den Publikumsverkehr öffnen - und anders als andere Veranstaltungsorte grundsätzlich auch mehr als 1.000 Gäste aufnehmen. Gedenkstätten mit Außenanlage sind ebenfalls teilweise geöffnet. Konzerte, Theater und Kinos dürfen öffnen, wenn Auflagen zur Hygiene und Mindestabstände eingehalten werden.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat am 27. August in Aussicht gestellt, dass Weihnachtsmärkte mit strengen Corona-Konzepten stattfinden könnten. Voraussetzung sei, dass mit den Gesundheitsämtern entsprechende Konzepte erarbeitet werden.

Nicht erlaubt: Clubs werden vorerst nicht wieder aufmachen. Alle Veranstaltungen finden unter Umständen wegen der Mindestabstandsregel mit weniger Publikum statt. Großveranstaltungen sind noch bis mindestens zum 31. Dezember verboten.

Demonstrationen und religiöse Veranstaltungen

Erlaubt: Demonstrationen sind unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder erlaubt, eine Obergrenze bei der Teilnehmerzahl gibt es nicht mehr. Religiöse Feiern und andere Veranstaltungen sind in öffentlichem oder im privaten Rahmen ebenfalls wieder erlaubt, die Obergrenze liegt bei 1.000 Teilnehmern. Dazu zählen Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Volksfeste, Konzerte, Open-Air-Konzerte, Rock-Festivals, Umzüge, Wahlkampf-, Jubiläums-, Wohltätigkeits-, Theater-, Faschings- sowie Verkaufsveranstaltungen, Lehrveranstaltungen, Tagungen, Kongresse, Seminare, Zirkusse, Einweihungsfeiern, Richtfeste, Hochzeiten, Filmvorführungen, Parteitage, Partys, Stadtfeste, Kinderfeste und Paraden.

Nicht erlaubt: Die Veranstalter müssen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sicherstellen und die Teilnehmerzahl kontrollieren. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen muss außerdem für regelmäßigen Luftaustausch gesorgt und Anwesenheitslisten geführt werden.  

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Erlaubt: Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern dürfen Besuch empfangen. Dasselbe gilt für Menschen in Pflegeheimen. Die Anzahl ist allerdings auf zwei Personen begrenzt. Werdende Mütter sowie frisch entbundene Frauen und Neugeborene dürfen vom Vater oder Lebenspartner sowie der Lebenspartnerin besucht werden. Auch Patienten und Patientinnen in Hospizen dürfen Besuch empfangen. Menschen mit Handicaps haben Anspruch auf Notbetreuung, wenn es keine andere Betreuungsmöglichkeit etwa durch Angehörige gibt.

Nicht erlaubt: Personen mit Atemwegsinfektionen sind vom Besuchsrecht ausgeschlossen. Seit dem 1. Juli konnten Werkstätten und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen unter Einhaltung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln ihren regulären Betrieb aufnehmen.

Reisen

Erlaubt: Betreiber von Hotels, Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen sowie alle Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern dürfen wieder Gäste empfangen. Sie haben dabei die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowie gegebenenfalls auch einen Zutrittsstopp sicherzustellen. Und sie müssen die Personendaten der Gäste in einer Anwesenheitsliste zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung erfassen. In allen gemeinschaftlich genutzten Räumen, wie zum Beispiel Frühstücks- und Essensräumen, Aufenthaltsbereichen oder Spielzimmern müssen sie außerdem regelmäßig lüften.

Nicht erlaubt: Seit Montag, den 15. Juni, können Urlauber wieder ins Ausland reisen - für die meisten europäischen Staaten ist die Reisewarnung dann aufgehoben. Dabei sind in jedem Land jeweils nationale Bestimmungen zu beachten.

Gelesen 586 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 02 September 2020 10:29
Mehr in dieser Kategorie: « Wichtige Informationen zu COVID-19

Copyright © 2019. All Rights Reserved DPLA e. V.